Heike`s Stempel und Bastelstube.....Reisen und das Leben genießen
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Die HP gibt es nun seit 2000, die Kinder sind Erwachsen und es gibt neue Interessante Dinge zu entdecken.

Mai

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bullet Journal Seite Mai

Marburg

Schon die Anfahrt nach Marburg ist irgendwie besonders. Wenn man von Weitem das Schloss oben auf dem Berg entdeckt, bekommt man direkt Lust, die Stadt zu erkunden.

Geparkt haben wir an der Uni auf einem Parkplatz – das war tatsächlich die günstigste Möglichkeit und außerdem auch noch ziemlich praktisch. Von dort aus konnte man gut in die Altstadt laufen.

 

Was man allerdings wissen sollte: Marburg ist definitiv nichts für Treppenmuffel. Die Stadt geht ordentlich bergauf und bergab, mit vielen kleinen Gassen, Stufen und steilen Wegen. Es gibt zwar auch Aufzüge, die Ober- und Unterstadt verbinden, aber wir sind meistens einfach gelaufen. Gerade dadurch entdeckt man ständig irgendwo wieder schöne Ecken, kleine Fachwerkhäuser oder tolle Ausblicke.

 

Wir sind den Grimm-Dich-Pfad entlanggeschlendert, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Überall tauchen kleine Hinweise auf die Brüder Grimm und ihre Märchen auf. Die Brüder Grimm haben nämlich in Marburg studiert und hier einige prägende Jahre verbracht.

 

Ganz ehrlich? Die Figuren und Skulpturen entlang des Weges könnten inzwischen mal ein kleines Update vertragen. Man merkt schon, dass sie nicht mehr ganz neu sind. Da wäre bestimmt noch Luft nach oben, um das Ganze etwas moderner und liebevoller zu gestalten. Trotzdem macht der Weg Spaß und ist eine schöne Möglichkeit, die Stadt kennenzulernen.

 

Gestartet haben wir an der Elisabethkirche. Die Kirche ist wirklich beeindruckend und zählt zu den wichtigsten gotischen Kirchen Deutschlands. Sie wurde zu Ehren der heiligen Elisabeth gebaut, die in Marburg gelebt und sich damals um Arme und Kranke gekümmert hat. Hier befindet sich auch der berühmte Schrein mit den Gebeinen der heiligen Elisabeth.

Leider wird die Kirche innen gerade renoviert, sodass man momentan nicht alles besichtigen kann. 

 

Besonders spannend fanden wir die sehr modern aussehende Orgel, die einen interessanten Kontrast zur alten Kirche bildet.

 

Und es lohnt sich auf jeden Fall auch, einmal außen um das Gelände der Kirche herumzugehen. Von dort hat man nochmal ganz andere Blickwinkel auf die Kirche und entdeckt viele schöne Details.

 

Rund um die Elisabethkirche stehen außerdem noch einige interessante Gebäude. Direkt daneben befindet sich zum Beispiel das ehemalige Deutschordenshaus, das früher zum Deutschen Orden gehörte und heute unter anderem von der Universität genutzt wird. Auch die alten Gebäude des ehemaligen Elisabethhospitals erinnern noch daran, dass die heilige Elisabeth hier Kranke und Bedürftige versorgt hat.

Weiter ging es dann durch das Gebäude der Universitätsbibliothek. Das Gebäude fanden wir wirklich spannend, denn es wirkt fast wie „ein Gebäude im Gebäude“. Die moderne Architektur mit den offenen Bereichen, Glasfronten und den unterschiedlichen Ebenen ist schon etwas Besonderes. Die Marburger Universitätsbibliothek gehört übrigens zur Philipps-Universität, die bereits 1527 gegründet wurde und damit zu den ältesten protestantischen Universitäten Deutschlands zählt.

 

Direkt vor der Bibliothek entdeckten wir dann noch eine ziemlich lustige Bank in Form einer Wippe. Wirklich eine witzige Idee und definitiv ein kleiner Hingucker.

 

Und dann ist man auch schon fast im Alten Botanischen Garten. Dort steht unter anderem der Fisch aus dem Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“, der ebenfalls Teil des Grimm-Dich-Pfades ist.

Weiter ging es dann zur Mauer am Steinweg. Dort erwartet euch der Wolf und die sieben Geißlein – na ja, genau genommen sind es erstmal nur sechs. Wenn ihr dann weiter durch die Straße schlendert, entdeckt ihr irgendwann an der Touristeninformation das siebte Geißlein im Uhrenkasten. Eine wirklich süße Idee.

 

Überhaupt befindet man sich dort schon in einer der schönsten Straßen Marburgs. Überall gibt es kleine, besondere Geschäfte, gemütliche Cafés und wunderschöne Fachwerkhäuser. Man sollte hier auf jeden Fall nicht einfach nur durchlaufen, denn an jeder Ecke gibt es wieder irgendetwas zu entdecken.

Weiter geht es irgendwann mit dem Froschkönig, der ebenfalls Teil des Grimm-Dich-Pfades ist. So läuft man Stück für Stück weiter durch die Altstadt und entdeckt immer wieder kleine Märchenfiguren und Details.

 

Kurz darauf kommt man zur Universitätskirche, an der sich Sterntaler befindet. Die Kirche solltet ihr euch auf jeden Fall auch von innen anschauen, denn sie hat eine wirklich wunderschöne und auffällige Decke.

 

Der Platz rund um die Kirche lädt außerdem wunderbar zum Verweilen ein. Dort stehen einige besondere Stühle und kleine Bücher- beziehungsweise Denkmalobjekte

Nun geht es weiter hinauf zum Marktplatz. Der ist wirklich wunderschön, auch wenn er oft sehr belebt ist. Hier steht das historische Rathaus mit seiner markanten Fassade und seinem Glockenspiel, und an einem der Häuser entdeckt man die Fliegen aus dem Märchen „Das tapfere Schneiderlein“.

 

Ein Stück weiter in Richtung Schlossberg findet man den Korb von Rotkäppchen. Dieser ist allerdings etwas versteckt und leider inzwischen auch beschädigt.

 

Dann beginnt der eigentliche Aufstieg zum Schloss. Es geht immer weiter bergauf, vorbei am Spiegel aus Schneewittchen, der sich gut in die Umgebung einfügt und deutlich sichtbar ist. Kurz bevor man ganz oben ankommt, entdeckt man noch den goldenen Schuh von Aschenputtel.

Der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall, denn oben angekommen wird man mit einem fantastischen Blick über Marburg belohnt.

Nach einer kurzen Pause ging es dann noch weiter hinunter an die Lahn. Dort ist es wirklich sehr gemütlich, direkt am Fluss entlang zu spazieren. Man kann hier auch Tret- und Ruderboote mieten. An diesem Tag war es allerdings schon sehr voll, und der Weg wird ohnehin auch von Radfahrern genutzt, sodass es insgesamt recht trubelig war.

 

Von fast überall in der Stadt aus sieht man den Kaiser-Wilhelm-Turm. Da wir noch Zeit und Lust hatten, sind wir später noch mit dem Auto hinaufgefahren. Von dort oben hat man ebenfalls einen tollen Blick über Marburg und die umliegende Landschaft.

 

Da es uns in Marburg insgesamt einfach zu voll war, haben wir beschlossen, wieder zurück in unsere Lodge zu fahren und dort zu essen. Schon am Vortag hatte uns das Essen dort sehr gut gefallen, und wir wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht.

Am nächsten Vormittag waren wir noch etwa zwei Stunden im Botanischen Garten der Universität, etwas außerhalb von Marburg.

Ganz nett war es grundsätzlich schon, aber ehrlich gesagt wäre es ohne die blühenden Rhododendren vermutlich eher kein richtiger Ausflugshighlight gewesen. Die Gewächshäuser waren während unseres Besuchs leider geschlossen, und auch insgesamt wirkten die Beete teilweise etwas ungepflegt – da ist definitiv noch Luft nach oben.

Grundsätzlich ist die Anlage aber gut gedacht und hat schöne Bereiche. Besonders das Arboretum hat uns gut gefallen, mit vielen alten und beeindruckenden Bäumen. Auch der Farngarten war wirklich schön angelegt und hatte eine ruhige, fast verwunschene Atmosphäre.

Trotzdem bleibt am Ende der Eindruck, dass der Garten sein Potenzial noch nicht ganz ausschöpft. Für uns war es daher eher ein „einmal gesehen reicht“-Besuch, auch wenn einzelne Bereiche durchaus sehenswert sind.

Kleiner Ausflug nach Marburg – diesmal mit einem Auto von Stadtmobil. Damit ist man doch ein bisschen flexibler. Da wir erst ab 15 Uhr in unsere Unterkunft konnten, hatten wir unterwegs noch jede Menge Zeit. Unser erster Halt war deshalb Bad Nauheim – da wollte ich schon lange mal hin.

 

Bad Nauheim war Ende der 1950er-Jahre tatsächlich ein wichtiger Ort in Elvis’ Leben: Während seiner Zeit bei der US-Armee war er in Deutschland stationiert und wohnte zeitweise genau dort in der Villa Grunewald. In dieser Zeit lernte er auch seine spätere Frau Priscilla kennen. Noch heute erinnern viele Orte in der Stadt an seinen Aufenthalt – deshalb ist Bad Nauheim für Fans aus aller Welt ein kleines Pilgerziel geworden.

 

Die Stadt lebt spürbar von und mit Elvis. Bei „Frau Zuckerbrötchen“ habe ich vorab viele interessante Infos gefunden, die perfekt auf den Besuch eingestimmt haben. Geparkt haben wir so praktisch, dass wir ganz zufällig direkt an der Brücke mit der Elvis-Statue und der Bank vorbeikamen.

Dann ging es weiter zur Dankeskirche, die leider erst später öffnete. Anschließend machten wir noch einen Abstecher zur Elvis-Bushaltestelle und spazierten durch den wunderschönen Kurpark.

Oben am Kurhaus findet ihr dann den Elvis-Presley-Platz sowie das Hotel Villa Grunewald, in dem Elvis wohl einige Zeit verbracht hat. Davor steht auch eine Büste von ihm, an der Fans immer wieder kleine Erinnerungsstücke ablegen.

Natürlich versucht hier gefühlt jeder, ein kleines Stück vom Elvis-Kuchen abzubekommen. An allen Ecken blitzt euch der King entgegen – mal dezent, mal mit ordentlich Hüftschwung. Mal als Stadtführung, mal als Burger – und im Zweifel sogar auf dem Regenschirm. Aber ganz ehrlich: Es passt irgendwie einfach dazu. Und seien wir mal ehrlich – ein bisschen Elvis geht doch immer

Und schon seid ihr fast an der Burgpforte angekommen – genau dort entstand das Foto für das Plattencover „A Big Hunk O’ Love“.

Im Café Bienkorb soll es früher – und angeblich sogar heute noch – eine Schokoladentorte geben, die zu Elvis’ 24. Geburtstag gebacken wurde. In dem Haus in der Goethestraße 14 hat er nach seiner Zeit im Hotel Grunewald eine Weile gewohnt.

Schaut euch das Haus aber bitte nur aus der Ferne an – es ist ein ganz normales Wohnhaus. Und ich glaube, ich fände es auch nicht besonders lustig, wenn ständig Fans davor stehen würden.

Ihr habt ja sicher schon in den letzten Berichten gemerkt, dass ich ein Faible für diese außergewöhnlichen Ampeln habe. In Bad Nauheim gibt es nämlich nicht nur die Elvis-Ampel, sondern auch eine Kneipp-Ampel.

Dann ging es noch zu einem der fünf Gradierwerke in Bad Nauheim. Diese historischen Anlagen dienen heute der Gesundheit und Entspannung: Durch die herabrieselnde Sole entsteht eine salzhaltige Luft, die fast wie eine frische Meeresbrise wirkt.

 

Ganz in der Nähe befindet sich außerdem das Herzforschungsinstitut, das sich mit moderner Herz-Kreislauf-Forschung beschäftigt.

 

Der Sprudelhof ist aktuell leider wegen Sanierung geschlossen. Trotzdem bleibt er ein echtes Highlight – das größte geschlossene Jugendstilensemble Europas. Schon von außen sieht man, wie besonders die Anlage ist, und überall stecken diese kleinen Details, die man beim zweiten Blick erst richtig entdeckt.

Wer Lust hat, kann in Bad Nauheim auch einfach einen Jugendstil-Rundgang machen und noch mehr davon aufspüren – die Stadt ist voll davon und wirkt an vielen Ecken wie ein kleines Zeitreise-Set.

Da wir noch ein bisschen Zeit hatten, haben wir noch einen kurzen Halt in Butzbach gemacht.

Butzbach ist eine hübsche kleine Altstadt mit richtig viel Fachwerk-Charme. Besonders schön ist der Marktplatz, der von alten, gut erhaltenen Fachwerkhäusern eingerahmt wird.

Die Markuskirche in Butzbach steht etwas erhöht in der Altstadt und prägt mit ihrer schlichten, historischen Optik das Stadtbild.

Der Turm an der Stadtmauer heißt Saaleturm. Er ist ein Rest der alten Befestigung und erinnert daran, dass Butzbach früher eine richtige kleine Festungsstadt war.

 

Sehenswert sind auch die Schwibbogenhäuser in der Stadtmauer. Das sind richtig besondere Wohnungen, die direkt in bzw. auf die alte Stadtmauer gebaut sind – mit diesen typischen Bögen, die man schon von außen gut erkennt.

Und das Verrückte: Da wohnen tatsächlich ganz normale Leute drin. Eine der Wohnungen kann man sogar als Ferienwohnung mieten – also einmal „wohnen in der Stadtmauer“ inklusive mittelalterlichem Flair.

Da wir in Marburg kein Hotel mehr bekommen haben, sind wir nach Gladenbach ausgewichen und haben dort in den Jeddelohs Lodges übernachtet – ein echter Glücksgriff.

Mir war gar nicht klar, dass Marburg so ein Touristen-Hotspot ist. Umso entspannter war es, abends dem Trubel zu entkommen und in unserem kleinen, gemütlichen Häuschen zur Ruhe zu kommen. Auch das Essen im dazugehörigen Restaurant war richtig gut.

Wer also mal eine kleine, feine Auszeit sucht, ist dort wirklich bestens aufgehoben – kann ich nur empfehlen.

Tag 3

Heute sind wir wieder an den Landungsbrücken gestartet und haben uns auf den Weg in Richtung Dietmar-Koel-Straße gemacht. Dort stehen gleich vier skandinavische Seemannskirchen, die man auf den ersten Blick fast gar nicht erwartet.

Die Kirchen – jeweils aus Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark – sind kleine, aber sehr besondere Anlaufstellen für Seeleute und Reisende aus den jeweiligen Ländern. Sie bieten nicht nur einen Ort der Ruhe mitten in der Stadt, sondern auch ein Stück Heimat für alle, die sonst lange auf See unterwegs sind.

 

Die Straße ist gleichzeitig auch die Hauptachse durch das Portugiesenviertel – ein Viertel, das mit seinen vielen Restaurants, kleinen Läden und dem entspannten Flair einen ganz eigenen Charakter hat.

Mein persönliches Highlight war der Laden von Frank Bürmann, wo ich mich direkt in ein T-Shirt mit Möwenmotiv verliebt habe und es natürlich auch gekauft habe. Es gibt dort aber noch so viele andere tolle Sachen – wirklich kreativ, oft mit maritimen Motiven und einem Augenzwinkern gestaltet. Wenn ihr also mal dort seid, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

Dann fahren wir mit der Bahn nochmal zum begrünten Bunker. Diesmal gibt es zum Glück keine lange Schlange, und wir gehen direkt hoch.

Und es hat sich wirklich gelohnt: Der Bunker ist heute viel mehr als nur ein historisches Gebäude. Innen gibt es Restaurants, Veranstaltungsflächen und sogar ein Hotel – alles modern in die alte Bausubstanz integriert.

Das absolute Highlight ist aber die Aussicht von oben. Die ist wirklich beeindruckend und nochmal ganz anders als der Blick von der Elbphilharmonie.

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