Hamburg April 2026
Diesmal ging es für vier Tage nach Hamburg – wir waren schon ewig nicht mehr dort, und ich liebe diese Stadt einfach. Umso schöner war es, endlich wieder hinzufahren. Ich glaube, das letzte Mal waren wir 2008 dort, also wurde es wirklich Zeit für ein Wiedersehen.
Die Anreise war ganz entspannt mit dem Zug, ganz ohne Stress. Direkt am Bahnhof kann man in der Wandelhalle die „Alltagsmenschen“ von Laura und Christel Lechner entdecken – eine besondere Figurengruppe mit dem Titel „Das Tor zur Welt“, zu der auch der Mann mit dem Koffer gehört.
Vom Bahnhof aus sind wir etwa 25 Minuten zu Fuß zu unserem Hotel, dem Noxy, im Stadtteil Hammerbrook gelaufen. Allerdings war dieser erste Eindruck nicht ganz so schön: Auf dem Weg haben wir ziemlich viel Schmutz und auch einiges an Elend auf den Straßen gesehen, was mich schon ein bisschen nachdenklich gestimmt hat.
Im Hotel angekommen, hat sich das Bild dann aber komplett gewandelt. Das Noxy hat uns sofort überzeugt: ein wirklich schönes, gemütliches Zimmer, angenehm ruhig gelegen, sodass man nach einem langen Tag perfekt abschalten konnte. Das Frühstück war richtig lecker und ließ keine Wünsche offen – genau das, was man für einen guten Start in den Tag braucht. Abends konnten wir den Tag dann ganz entspannt in der hoteleigenen Bar ausklingen lassen, was wir sehr genossen haben. Besonders hervorheben muss man auch das super freundliche Personal, bei dem man sich direkt willkommen gefühlt hat.
Alles in allem war es ein rundum gelungener Aufenthalt mit vielen schönen Momenten – und ich kann das Hotel wirklich nur empfehlen.
Für den ersten Tag hatten wir uns nichts Großartiges mehr vorgenommen – es war schließlich schon später Nachmittag. Also haben wir uns ganz unkompliziert ein Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel geholt und sind zu den Landungsbrücken gefahren.
Dort ging es am Freitagnachmittag ordentlich rund: viele Gruppen unterwegs, einige Junggesellenabschiede und insgesamt ziemlich viel Trubel. Das war erst mal ein kleiner Kontrast, an den ich mich kurz gewöhnen musste.
Wir haben uns dann aber einfach treiben lassen und sind ganz entspannt Richtung Speicherstadt gelaufen. Der Weg dorthin hat richtig Spaß gemacht – überall Schiffe, dieses typische Hafenfeeling und immer wieder schöne Ausblicke auf die Elbphilharmonie.
Unterwegs sind wir auch an einem Ort vorbeigekommen, den wir direkt erkannt haben: Die historische Hafenpolizeiwache an der Kehrwiederspitze dient in unserer Lieblingsserie „Notruf Hafenkante“ als Polizeikommissariat PK 21 – das war schon ein kleines Highlight für uns.
In der Speicherstadt selbst gibt es ja unglaublich viel zu entdecken: vorbei am Miniatur Wunderland, dem Dungeon, einer tollen Kaffeerösterei, dem Gewürzmuseum und vielen weiteren spannenden Ecken. Die Museen haben wir diesmal allerdings ausgelassen – dafür war bei diesem Besuch einfach zu wenig Zeit und unser Fokus lag eher darauf, die Atmosphäre zu genießen und ein bisschen durch die Stadt zu schlendern.
Von dort aus sind wir ganz gemütlich weiter in Richtung Innenstadt gelaufen.
Das Einzige, was wir für diesen Tag fest eingeplant hatten, war unser reservierter Tisch im „Ahoi“ von Steffen Henssler. Darauf hatten wir uns schon im Vorfeld richtig gefreut.
Uns hat es dort wirklich super gefallen: eine entspannte, lockere Atmosphäre, genau die richtige Mischung aus lebendig und gemütlich. Das Essen war richtig lecker, frisch und qualitativ top – man merkt einfach, dass hier ein durchdachtes Konzept dahintersteckt.
Weil der Abendhimmel an dem Tag einfach richtig schön war, sind wir später nochmal zu den Landungsbrücken gefahren und dort noch ein bisschen rumgelaufen.
Abends hat das Ganze nochmal einen ganz anderen Vibe – das Licht, die Elbe, die Schiffe… irgendwie total entspannt und gleichzeitig richtig beeindruckend. Wir sind einfach ein bisschen herumgeschlendert, haben den Moment genossen und gar nicht viel gemacht.
Es ist dort einfach immer wieder schön.
Tag 1:
Nach einem richtig tollen Frühstück ging es für uns als erstes zur Elbphilharmonie, um auf die Aussichtsterrasse zu kommen. Es gibt dort ein kleines Ticket-Häuschen, an dem man sich anstellt – die Tickets sind aber kostenlos. Manchmal sollen die Schlangen ziemlich lang sein, aber wir hatten Glück, weil wir so früh am Morgen da waren. Schon die Fahrt mit den Rolltreppen ist ein Erlebnis für sich, und oben angekommen ist die Aussicht einfach mega. Ein Konzert dort zu hören wäre bestimmt auch etwas ganz Besonderes gewesen, aber an unseren Tagen war leider nichts verfügbar bzw. alles schon ausverkauft.
Wieder unten angekommen sind wir den Kaiserkai entlanggelaufen bis zu den Magellan-Terrassen. Dort findet ihr teppichähnliche Bodenelemente, die an den Teppichhandel in der Speicherstadt erinnern sollen. Von hier aus habt ihr nochmal einen richtig tollen Blick auf die Elbphilharmonie.
Weiter geht’s durch den Sandtorpark zur Astor Filmlounge – ein richtig tolles Kino mit super bequemen Sitzen, Cocktails und Fingerfood direkt am Platz. Von hier aus kommt ihr zum Überseeboulevard, der Einkaufsstraße der HafenCity, mit einer kleinen Freiluft-Galerie. Ich weiß nicht, ob die Bilder dort immer ausgestellt sind, aber ich fand es total schön, daran entlangzuschlendern und sie anzuschauen. Kurz darauf kommt ihr dann zum Denkmal von Störtebeker.
Wenn ihr über die Brücke geht, steht ihr direkt vor dem Internationalen Maritimen Museum – ein tolles Gebäude mit einer goldenen Schiffsschraube davor.
In der Shanghaiallee 20 findet ihr außerdem ein beeindruckendes Mural: Es zeigt ein riesiges, fotorealistisches Porträt von Uwe Diercks (†2020).
Ich musste mich natürlich erstmal schlau machen, wer Uwe Diercks eigentlich war. Dabei habe ich herausgefunden, dass er der dienstälteste Verkäufer des Straßenmagazins „Hinz&Kunzt“ war und in Hamburg eine echte bekannte Persönlichkeit. Ganze 27 Jahre lang hat er das Magazin rund um das Rathaus verkauft und gehörte damit fest zum Stadtbild.
Kurz darauf landet man quasi automatisch im Westfield-Einkaufszentrum in der HafenCity. Ziemlich beeindruckend – eigentlich sind wir im Urlaub gar nicht so die Shopping-Typen, aber hier mussten wir einfach mal durchlaufen. Es gibt auch viele richtig schöne Cafés und Restaurants, vor allem die riesigen Franzbrötchen sind der Wahnsinn. Oben findet man ein Kino und jede Menge Food-Spots. Und was unterwegs echt Gold wert ist: saubere Toiletten – ist ja auch nicht immer selbstverständlich.
Geht man auf der anderen Seite wieder raus, steht man direkt an der Elbe. Dort kann man sich wunderbar auf die Treppen setzen und noch eine kleine Pause mit Blick aufs Wasser einlegen.
Von hier ging es mit der U-Bahn weiter an die Alster. Diese Gegend haben wir bei diesem Besuch ein bisschen vernachlässigt. Die Alsterarkaden sind aber wirklich sehr schön anzusehen. Von hier aus kommt man auch zur Mellin-Passage – sie ist die kleinste und zugleich älteste Passage Hamburgs.
Gegenüber steht man dann auch direkt vor dem Hamburger Rathaus. Das beeindruckende Gebäude stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und wurde im Stil der Neorenaissance erbaut. Besonders auffällig ist die prunkvolle Fassade mit ihren vielen Figuren und Verzierungen – insgesamt stehen dort 20 Kaiser-Statuen.
Im Inneren gibt es über 600 Räume (mehr als im Buckingham Palace!) und noch heute ist das Rathaus Sitz von Senat und Bürgerschaft der Stadt.
Unser nächstes Ziel war das Levantehaus – schon von außen ein echter Hingucker, vor allem wegen der vielen liebevollen Tierskulpturen. Das historische Kontorhaus stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und spiegelt Hamburgs große Zeit als Handelsmetropole wider. Die Tierfiguren stehen dabei symbolisch für die weite Welt und die internationalen Handelsbeziehungen von damals.
Heute geht es hier deutlich entspannter zu: kleine, feine Shops, hübsche Cafés und eine richtig schöne, fast ein bisschen elegante Atmosphäre laden zum Bummeln ein. Wir haben im Café Roncalli im Levantehaus eine Pause eingelegt – genau der richtige Ort, um kurz die Füße auszuruhen und das Ganze auf sich wirken zu lassen.
Von hier ging es mit der Bahn weiter zum begrünten Bunker. Hoch sind wir diesmal nicht – das haben wir uns für einen anderen Tag aufgehoben, davon erzähle ich euch noch. Rundherum war es nämlich ziemlich voll, was auch am Hamburger Dom lag, der gerade stattfand.
Auf der Suche nach dem Street-Art-Bild mit dem Seemann im Innenhof der Lippmannstraße 59 sind wir noch am Kilimanschanzo vorbeigekommen. Der ehemalige Hochbunker liegt mitten im Florapark zwischen Schulterblatt und Lippmannstraße und wurde zu einer Kletterwand umfunktioniert. Mit seinen rund 26 Metern Höhe kann man ihn auf zwei Seiten bis zu etwa 24 Meter hoch beklettern – ziemlich beeindruckend und definitiv ein spannender Spot mitten im Schanzenviertel.
Nun war es endlich Zeit, etwas zu futtern – und dafür hatte ich mir das Underdocks rausgesucht, das praktischerweise auch gleich hier in der Ecke liegt. Das kleine, ziemlich angesagte Lokal ist vor allem für seine kreativen Hotdogs bekannt, die oft mit ausgefallenen Toppings daherkommen. Dazu gibt’s eine gute Auswahl an Drinks und Beilagen – perfekt für eine entspannte Pause nach dem vielen Herumlaufen.
Uns hat es auf jeden Fall richtig gut gefallen, und das Essen war wirklich lecker – genau das Richtige, wenn man Lust auf unkompliziertes, aber besonderes Streetfood hat.
Nach einer kurzen Pause im Hotel ging es weiter zu Harry Potter und das verwunschene Kind im Hamburger Großmarkt – was für ein Theater!
Die Show ist wirklich ein Erlebnis für sich: Die aufwendigen Bühnenbilder, überraschenden Szenenwechsel und die beeindruckenden Spezialeffekte machen die Geschichte unglaublich lebendig. Man hat teilweise wirklich das Gefühl, mitten in der Zauberwelt zu sitzen – alles wirkt so fließend und magisch inszeniert, dass man kaum hinterherkommt mit Staunen.
Gerade die Mischung aus Schauspiel, Licht, Sound und diesen cleveren Bühnentricks sorgt dafür, dass die Magie von Harry Potter richtig greifbar wird. Insgesamt einfach mega cool und ein absoluter Highlight-Abend.
So ging ein echt spannender und aufregender Tag in Hamburg schließlich zu Ende – entspannt an der Hotelbar bei einem letzten Drink.
Tag 2:
Heute ging’s zuerst mit der Fähre 62 los – die könnt ihr ganz entspannt mit dem normalen Tagesticket für Bus und Bahn nutzen. Unser Ziel: Finkenwerder. Mit ein bisschen besserer Vorbereitung hätten wir dort direkt in die nächste Fähre umsteigen und weiter bis Blankenese fahren können – aber na ja, man lernt ja nie aus.
Also sind wir einfach wieder zurück und am Museumshafen Övelgönne ausgestiegen. Von dort aus sind wir ein Stück am Elbstrand entlanggelaufen – richtig schön – bis zum „Alten Schweden“.
Der „Alte Schwede“ ist übrigens ein riesiger Findling aus Granit, der während der Eiszeit aus Skandinavien hierher transportiert wurde. Entdeckt wurde er erst 1999 bei Baggerarbeiten in der Elbe. Mit rund 217 Tonnen ist er einer der größten Findlinge Deutschlands – ziemlich beeindruckend, wenn man direkt davorsteht.
Zurück ging’s dann oben entlang, vorbei an den vielen alten Kapitäns- und Lotsenhäusern mit ihren liebevoll gepflegten Gärten – echt ein Highlight für sich.
An der Strandperle, quasi der Mutter aller Beachclubs in Hamburg, haben wir dann noch eine kleine Pause eingelegt. Und ganz ehrlich: Hier sitzt man einfach perfekt – mit Blick auf die Kräne, die Elbe und die vorbeiziehenden Schiffe. Ich könnte da locker Stunden verbringen.
Dann ging es mit der Fähre wieder zurück – mit einem richtig tollen Blick auf die Elbphilharmonie inklusive. Diesmal sind wir schon an der Fischmarkthalle ausgestiegen, denn wir wollten uns unbedingt den Schellfischposten anschauen – wir sind nämlich große Fans von „Inas Nacht“.
Reingeschafft haben wir es allerdings nicht, weil alles belegt war. Kein Wunder, der Laden ist wirklich ziemlich klein und entsprechend schnell voll. Aber auch von außen hat es sich absolut gelohnt, mal dort vorbeizuschauen.
Direkt davor steht übrigens auch noch das Denkmal von Popeye und Olivia
Mit dem Bus ging es weiter nach St. Pauli. Zuerst haben wir in der Hein-Hoyer-Straße das Graffiti vom „Blonden Hans“, also Hans Albers, gesucht.
Von dort kommt man quasi automatisch über die Große Freiheit auf die Reeperbahn. Tja, was soll ich sagen: Tagsüber wirkt das Ganze eher schmuddelig, ein bisschen dreckig und stellenweise fast wie ausgestorben – auch der Geruch ist nicht gerade einladend.
Aber: Man merkt schon, dass dieser Ort zwei völlig unterschiedliche Gesichter hat. Abends, mit den vielen Lichtern und dem ganzen Trubel, sieht das natürlich ganz anders aus. Der Lebensgefährte meiner Schwester hat dort eine Tour gemacht, während wir im Musical waren, und war total begeistert.
Ich selbst stehe dem Viertel ehrlich gesagt etwas zwiegespalten gegenüber. Es hat definitiv seinen eigenen Charakter und gehört irgendwie zu Hamburg dazu – aber es ist eben auch nicht unbedingt der Ort, an dem ich mich länger aufhalten würde.
Und mitten in diesem ganzen Trubel entdeckt man dann plötzlich die schöne St. Joseph-Kirche – ein ruhiger, fast schon unerwarteter Kontrast zur lauten Umgebung drumherum.
Wenn man aus der Großen Freiheit rauskommt, steht man direkt auf dem Beatles-Platz. Der erinnert an die frühen 60er, als die Beatles hier in Hamburg gespielt haben – quasi ein kleiner Startpunkt ihrer Weltkarriere. Die runde Form und die Silhouetten im Boden sind echt schön gemacht.
Ein Stück weiter geht’s zum Hans-Albers-Platz, wo natürlich auch seine Statue steht – passt einfach perfekt hierher.
Und mittendrin: die berühmte Davidwache. Die kleine Polizeistation ist irgendwie genauso Kult wie die Reeperbahn selbst und gehört hier einfach dazu.
Danach kommen auch schon die ganzen bekannten Theater wie das St. Pauli Theater oder das Schmidt Tivoli – man merkt sofort, dass hier abends richtig was los ist.
In der Hausbar vom Schmidt Theater haben wir dann noch eine schöne kleine Pause eingelegt – genau der richtige Ort, um kurz durchzuatmen und das Ganze ein bisschen auf sich wirken zu lassen.
Direkt in der Nähe fallen auch die „Tanzenden Häuser“ ins Auge – die schiefen Fassaden sehen aus, als würden sie sich tatsächlich bewegen. Ein ziemlich cooler Hingucker und irgendwie typisch St. Pauli.
Ich wäre ja total gern in die Panik City von Udo Lindenberg gegangen, aber ausgerechnet an den Tagen, an denen wir da waren, gab es keine Karten mehr. Echt schade – aber hey, ein perfekter Grund, nochmal wiederzukommen.
Nach einer kurzen Pause im Hotel ging es dann wieder los – diesmal mit dem Schiff zum Michael-Jackson-Musical. Schon die Fahrt dorthin war wieder ein Highlight, mit einem ganz anderen Blick auf die Elbphilharmonie vom Wasser aus.
Und das Musical selbst? Einfach toll. „MJ – Das Michael Jackson Musical“ zeigt nicht nur seine größten Hits, sondern gibt auch spannende Einblicke in sein Leben und seine Karriere. Die Show ist richtig energiegeladen, mit beeindruckenden Choreografien und natürlich ganz viel Musik, die man sofort mitsingt.
Super gut gefallen hat mir auch der Bereich im Foyer – dort gab es einige Ausstellungsstücke und Bilder zu sehen, besonders die Kunstwerke aus alten Schallplatten fand ich richtig kreativ und passend zum Thema.
Tag 3
Heute sind wir wieder an den Landungsbrücken gestartet und haben uns auf den Weg in Richtung Dietmar-Koel-Straße gemacht. Dort stehen gleich vier skandinavische Seemannskirchen, die man auf den ersten Blick fast gar nicht erwartet.
Die Kirchen – jeweils aus Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark – sind kleine, aber sehr besondere Anlaufstellen für Seeleute und Reisende aus den jeweiligen Ländern. Sie bieten nicht nur einen Ort der Ruhe mitten in der Stadt, sondern auch ein Stück Heimat für alle, die sonst lange auf See unterwegs sind.
Die Straße ist gleichzeitig auch die Hauptachse durch das Portugiesenviertel – ein Viertel, das mit seinen vielen Restaurants, kleinen Läden und dem entspannten Flair einen ganz eigenen Charakter hat.
Mein persönliches Highlight war der Laden von Frank Bürmann, wo ich mich direkt in ein T-Shirt mit Möwenmotiv verliebt habe und es natürlich auch gekauft habe. Es gibt dort aber noch so viele andere tolle Sachen – wirklich kreativ, oft mit maritimen Motiven und einem Augenzwinkern gestaltet. Wenn ihr also mal dort seid, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.
Dann kommt man zum Wahrzeichen von Hamburg – dem Michel, also der St. Michaelis Kirche. Ein Blick hinein lohnt sich auf jeden Fall: Die helle, beeindruckende Innenausstattung wirkt überraschend offen und freundlich, und je nach Lust und Laune kann man auch den Turm besteigen und einen tollen Blick über die Stadt genießen.
Direkt gegenüber soll es außerdem den angeblich besten Labskaus der Stadt geben – perfekt für alle, die das klassische norddeutsche Gericht einmal probieren möchten.
Nächstes Ziel ist dann der Krayenkamp bzw. Kreyenkamp in der Nähe des Michel, wo man bei Hausnummer 10 auf die Krameramtsstuben trifft. Und hier unbedingt einmal in den Hinterhof gehen – das ist wirklich ein kleines Juwel mitten in der Stadt. Die alten Fachwerkhäuser mit ihren schmalen Gassen wirken fast wie aus einer anderen Zeit und sind einfach wunderschön.
Es handelt sich dabei um Hamburgs älteste erhaltene geschlossene Reihenhaussiedlung, ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert. Früher lebten hier die Witwen der Kramer (also Kaufleute), heute sind die Häuser liebevoll erhalten und teilweise kleine Läden oder Museen.
Jetzt laufen wir wieder Richtung Speicherstadt, mit einem Zwischenstopp in der Deichstraße. Hier stehen die letzten zusammenhängenden Bürgerhäuser der Altstadt – mit ihren schmalen Fassaden und den historischen Details bekommt man richtig ein Gefühl dafür, wie Hamburg früher einmal ausgesehen hat.
Wenn man dann durch die kleinen Gassen Richtung Nikolaifleet geht, wird es nochmal besonders spannend: Hier kann man bei Ebbe und Flut den deutlichen Wasserstandsunterschied im Fleet richtig gut sehen. Je nach Tide wirkt das Wasser mal ruhig und hoch, mal deutlich zurückgezogen – ein schönes Beispiel dafür, wie stark Hamburg vom Gezeitenwechsel geprägt ist.
Nun laufen wir noch ein bisschen durch die Speicherstadt, um uns das Wasserschlösschen und das Fleetschlösschen anzuschauen. Beide wirken fast ein bisschen wie aus einer anderen Zeit und passen perfekt in diese besondere Kulisse aus Kanälen und Brücken.
Ich liebe dieses Flair zwischen den Backsteinbauten einfach – die roten Fassaden, die kleinen Wasserläufe und die vielen Brücken haben etwas total Ruhiges und gleichzeitig Beeindruckendes.
Dann fahren wir mit der Bahn nochmal zum begrünten Bunker. Diesmal gibt es zum Glück keine lange Schlange, und wir gehen direkt hoch.
Und es hat sich wirklich gelohnt: Der Bunker ist heute viel mehr als nur ein historisches Gebäude. Innen gibt es Restaurants, Veranstaltungsflächen und sogar ein Hotel – alles modern in die alte Bausubstanz integriert.
Das absolute Highlight ist aber die Aussicht von oben. Die ist wirklich beeindruckend und nochmal ganz anders als der Blick von der Elbphilharmonie.
Tja, und dann kam mein persönliches Highlight des Tages: Da es ein besonderer Anlass war, hatten wir einen Tisch in der Bullerei reserviert – dem Restaurant von Tim Mälzer.
Und ich hatte ehrlich gesagt überhaupt nicht damit gerechnet, ihn selbst zu sehen. Wir gehen rein, und ich laufe tatsächlich direkt auf ihn zu – ups! ?
Tolles Lokal, mega leckeres Essen und insgesamt eine richtig entspannte Atmosphäre. Ich fand es super sympathisch, dass er dort ganz normal zwischen den Gästen herumläuft und alles mit im Blick hat.
Natürlich habe ich mich nicht getraut, nach einem Foto zu fragen – im Nachhinein ärgert man sich ein bisschen, aber in dem Moment war die Hemmschwelle einfach zu groß.
Wir werden auf jeden Fall nochmal hingehen, wenn wir wieder in Hamburg sind. Und wer weiß – vielleicht hat man ja nochmal Glück.
So hat die Hamburg-Reise einen wirklich tollen Abschluss gefunden. Und ganz ehrlich: Wir kommen wieder, denn es gibt noch so viel zu entdecken.
Endlich wieder auf Städtereise!
Unsere Kinder sind jetzt alt genug, dass wir uns wieder auf Entdeckungstour begeben können. Dieses Mal ging es für vier Tage nach Hamburg!
Übernachtet haben wir in einem angenehm großen Familienzimmer im Novotel. Von dort waren es nur wenige Gehminuten bis zur S-Bahn, mit der wir bequem überall hinkamen. Für mehrere Tage lohnt sich übrigens die Hamburg Card – damit kann man den öffentlichen Nahverkehr nutzen und erhält Rabatte bei vielen Sehenswürdigkeiten. Tipp: Informiert euch am besten direkt bei der Tourist-Info!
Hamburg entdecken – von den Landungsbrücken bis zum Musical
Ein Besuch an den Landungsbrücken gehört natürlich unbedingt dazu! Von hier aus habt ihr einen tollen Blick auf den Hafen, und direkt daneben wartet ein echtes Highlight: der alte Elbtunnel. Der Spaziergang durch den über 100 Jahre alten Tunnel unter der Elbe ist ein besonderes Erlebnis – und die Kinder finden es besonders spannend, mit dem Auto-Aufzug nach unten transportiert zu werden.
Vom Hafen aus werden zahlreiche Hafenrundfahrten angeboten – es gibt viele verschiedene Anbieter, die euch große Containerschiffe, die historische Speicherstadt oder andere spannende Ecken des Hafens vom Wasser aus zeigen.
Wer lieber an Land bleibt, kann eine Stadtrundfahrt im Doppeldeckerbus machen.
Unser Tipp: Plant immer nur eine größere Aktivität pro Tag – so bleibt genug Energie für die nächste Erkundungstour, und die Kinder sind motiviert.
Solltet ihr dann noch ein wenig Budget übrig haben, lohnt sich ein Besuch im Musical "König der Löwen". Die Show ist ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie! Bei unserem ersten Besuch in Hamburg war es uns zu teuer, und Karten muss man ohnehin rechtzeitig reservieren. Aber bei einem späteren Trip haben wir uns den „Luxus“ gegönnt – und es war jeden Cent wert!
In der Speicherstadt hat sich in den letzten Jahren viel getan. Zum Glück wurden die wunderschönen alten Backsteingebäude erhalten, denn die neuen Bauten kommen längst nicht an ihren Charme heran. Besonders am Abend lohnt sich ein Spaziergang durch das Viertel – die Beleuchtung taucht die historischen Fassaden in ein warmes Licht und sorgt für eine ganz besondere Atmosphäre.
Speicherstadt-Erlebnisse: Gewürzmuseum & Miniatur Wunderland
Bei unserem Besuch in der Speicherstadt standen zwei besondere Attraktionen auf dem Programm: das Gewürzmuseum und das Miniatur Wunderland.
Das Gewürzmuseum ist klein, aber fein – ein echtes Erlebnis für die Sinne. Hier konnten wir die unterschiedlichsten Gewürze entdecken, riechen und sogar probieren.
Das absolute Highlight war für uns aber das Miniatur Wunderland, eine der größten Modelleisenbahnausstellungen der Welt. Obwohl wir schon früh da waren, mussten wir noch etwa 45 Minuten warten – aber das Warten hat sich gelohnt! Die Anlage ist mit so viel Liebe zum Detail gestaltet, dass selbst Nicht-Eisenbahnfans voll auf ihre Kosten kommen. Überall gibt es kleine, witzige Szenen zu entdecken, und das junge Team vor Ort hat sich viel Mühe gegeben, die Wartezeit angenehm zu gestalten. So gab es für die Kinder kostenloses Eis, eine Dose mit Bonbons wurde durch die Reihen gereicht, und sogar Getränke wurden verteilt. Ich war restlos begeistert – davon könnte sich so manche große Attraktion eine Scheibe abschneiden!
Hamburg Dungeon – nichts für kleine Angsthasen
Das Hamburg Dungeon soll ein echtes Erlebnis sein, aber für kleine Kinder eher ungeeignet. Man hatte uns sogar ausdrücklich davon abgeraten – und da unsere zwei sowieso ziemliche „Schisser“ sind, haben wir es lieber gelassen. Irgendwann holen wir das aber bestimmt mal nach!
Hamburger DOM & Mittelaltermarkt – ein besonderes Erlebnis
Während unseres Besuchs in Hamburg fand gerade das große Volksfest "Hamburger DOM" statt – natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, dort vorbeizuschauen. Überall blinkende Lichter, Fahrgeschäfte, Buden mit Leckereien und eine ausgelassene Stimmung – ein echtes Highlight!
Besonders gefreut habe ich mich über den Mittelaltermarkt, der auf dem Gelände stattfand. Ich liebe solche Märkte, und dieser hatte es mir sofort angetan. Die stimmungsvolle Atmosphäre, die authentischen Stände und das besondere Flair waren einfach großartig!
Ein Tag im Tierpark Hagenbeck – ein Erlebnis für die ganze Familie
Natürlich haben wir auch einen Tag im Tierpark Hagenbeck verbracht. Der traditionsreiche Zoo ist nicht nur wunderschön angelegt, sondern bietet auch viel Platz für die Tiere. Besonders die weitläufigen Freigehege und das beeindruckende Tropen-Aquarium haben uns begeistert.
Früher durfte man die Elefanten mit Nudeln füttern, doch das ist mittlerweile nicht mehr erlaubt. Stattdessen gibt es kleine Gemüsetüten zu kaufen, mit denen man die sanften Riesen füttern kann – eine tolle Möglichkeit, den Tieren ganz nah zu kommen!
Neben den Elefanten gibt es natürlich noch jede Menge weitere Highlights: die verspielten Seebären, die majestätischen Tiger, das neugierige Affenhaus und die farbenfrohe Unterwasserwelt im Tropen-Aquarium. Für Familien mit Kindern ist Hagenbeck auf jeden Fall einen Besuch wert!
Spektakuläre Aussicht vom Michel
Natürlich durfte ein Besuch im Michel nicht fehlen! Die vielen Treppen zur Aussichtsplattform haben wir erfolgreich erklommen – und wurden mit einer gigantischen Aussicht belohnt. Von oben hat man einen atemberaubenden Blick über Hamburg, den Hafen und die Elbe. Der Aufstieg mag anstrengend sein, aber es lohnt sich auf jeden Fall!
Spiel und Entspannung im Park Planten un Blomen
Damit die Kinder sich mal so richtig austoben konnten, haben wir einen Abstecher in den wunderschönen Park Planten un Blomen gemacht. Neben farbenfrohen Blumenbeeten und idyllischen Grünflächen gibt es hier auch einen riesigen Spielplatz, der keine Wünsche offenlässt. Klettergerüste, Schaukeln, Wasserspiele – die Kids hatten jede Menge Spaß, während wir die entspannte Atmosphäre genießen konnten.
Ein spontaner Stopp im Serengeti-Park
Auf der Heimfahrt haben wir noch einen Abstecher in den Serengeti-Park gemacht. Da er auf unserem Weg lag, haben wir spontan entschieden, ihn zu besuchen – ohne uns vorher genau zu informieren, was uns dort erwartet. Wir dachten zunächst, es sei „nur“ ein Safari-Park, doch schnell wurde klar: Der Serengeti-Park ist riesig und bietet neben der Safari noch viele weitere spannende Freizeitattraktionen!
Die Fahrt durch die verschiedenen Tierareale, in denen Giraffen, Zebras und sogar Löwen ganz nah an unser Auto kamen, war schon beeindruckend. Doch der Park hat noch viel mehr zu bieten – von Achterbahnen über Wasserattraktionen bis hin zu Abenteuerspielplätzen. Uns hat es super gut gefallen, nur hatten wir leider nicht genug Zeit eingeplant, um alles ausgiebig zu erkunden.
Ein kleines Manko: Der Eintritt war nicht gerade günstig. Trotzdem würden wir den Serengeti-Park jedem empfehlen, der Spaß an einer Mischung aus Safari-Abenteuer und Freizeitpark-Action hat. Beim nächsten Mal planen wir auf jeden Fall mehr Zeit dafür ein!